Das Café Littéraire in Olten
Was bietet das Café Littéraire? Das Café Littéraire ist ein freies Forum. Diskutiert wird über Bücher und ihre Wirkung. Wir treffen uns einmal im Monat für anderthalb Stunden.
Alle vier Wochen, jeweils an einem Dienstagabend von 18.30 bis ca. 20.00 Uhr, finden in der Stadtbibliothek Olten spannende und engagierte Gespräche über neue Bücher, die aktuelle Literaturszene und eigene Erfahrungen mit Gelesenem statt.
Ein bunter Haufen Leute trifft sich, ohne jede Verpflichtung. Etwa 15 - 30 Leserinnen und Leser jeder Couleur kommen zusammen, um ihre Gedanken in einem anregenden Gespräch über ein bis zwei neuere Bücher auszutauschen. Lebhafte Diskussionen gibt es immer wieder, wenn die Anwesenden verschiedene Schwerpunkte setzen oder andere Sichtweisen bevorzugen. Jede und jeder darf seine persönliche Meinung frei äussern - oder auch für sich behalten.
Das Café Littéraire ist damit zu einem beliebten Treffpunkt für Bücherwürmer, oder solche, die es werden wollen, geworden. Altersgrenzen gibt es keine, jeder Jahrgang ist willkommen, die Altersunterschiede geben interessanten Zündstoff. Die Titel der Werke werden jeweils einen Monat im Voraus im Café selbst und im Internet bekannt gegeben.
Und so funktioniert das Café: Eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer stellt zu Beginn kurz das zu behandelnde Werk vor. Über das Buch selbst, (es können auch mehrere sein), das vorher gelesen sein sollte, diskutiert man anschliessend offen und frisch von der Leber weg. Bücher zu präsentieren ist keine Verpflichtung. Auch schweigende Zuhörerinnen und Zuhörer sind immer willkommen.
Von Zeit zu Zeit wird eine Autorin oder ein Autor eingeladen. Diese stellen der Runde eines ihrer Werke vor, welches dann von den Anwesenden kommentiert wird.
Im Herbst werden jeweils von Buchhändlerinnen oder Literaturkritikern literarische Jahresnovitäten präsentiert.
Kurz, das Café Litttéraire gestaltet sich ähnlich wie der Literaturclub am Fernsehen. Olten bietet somit einen Ort, an dem sich jede und jeder unverbindlich mit Literatur auseinanderzusetzen kann. Damit bietet sich monatlich die Gelegenheit, die Freude am Lesen zu erhalten oder neu zu wecken. Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist frei.
Wer Lust und Musse hat trifft sich nach dem Café in einer Oltner Altstadtbeiz zu weiterem lockerem Gedankenaustausch. Eine gute Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen.
Christoph Rast
Vorschau - Termine
Für das nächste Café am 28. Februar 2012 lesen wir die folgenden zwei Werke:
Julian Barnes: Vom Ende einer Geschichte
Wie sicher ist Erinnerung, wie unveränderlich die eigene Vergangenheit? Tony Webster muss lernen, dass Geschehnisse, die lange zurückliegen und von denen er glaubte, sie nie mehr hinterfragen zu müssen, ganz anders gewesen sein könnten.
Als Adrian Finn in die Klasse von Tony Webster kommt, schliessen die beiden Jungen schnell Freundschaft. Sex und Bücher sind die Hauptthemen, mit denen sie sich befassen, und Tony hat das Gefühl, dass Adrian in allem etwas klüger ist als er. Auch später, nach der Schulzeit, bleiben sie in Kontakt. Bis die Freundschaft ein jähes Ende findet.
Vierzig Jahre später, Tony hat eine Ehe, eine gütliche Trennung und eine Berufskarriere hinter sich, ist er mit sich im Reinen. Doch der Brief einer Anwaltskanzlei, verbunden mit einer Erbschaft, erwecken plötzlich Zweifel an den vermeintlich sicheren Tatsachen der eigenen Jugend. Je mehr Tony erfährt, desto unsicherer scheint das Erlebte und desto unabsehbarer die Konsequenzen für seine Zukunft.
Ein Text mit unglaublichen Wendungen, der den Leser auf eine atemlose Achterbahnfahrt der Spekulationen mitnimmt.
Julian Barnes, geb. 1946, arbeitete nach dem Studium der modernen Sprachen zunächst als Lexikograph und dann als Journalist. Seit 1980 hat Julian Barnes zahlreiche Romane geschrieben. Für sein Werk wurde er weltweit mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. 2004 und 2005 erhielt er den «Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur» und 2011 den «David Cohen Prize for Literature» und den Booker Prize 2011 für den Roman «The Sense of an Ending».
Julian Barnes lebt in London.Gertraude Krueger, 1949 geboren, lebt als Dozentin und freie Übersetzerin in Berlin. Zu ihren Übersetzungen gehören u.a. Sketche der Monty-Python-Truppe und Werke von Julian Barnes, Alice Walker, Siri Hustvedt und Jhumpa Lahiri.
(Vorgeschlagen von Franziska Lerch-Brunner)
Anne Enright: Anatomie einer Affäre

Eine verhängnisvolle Affäre - leidenschaftlich und schockierend offen.
Es ist nicht Liebe auf den ersten Blick, als Gina den Familienvater Seán Vallely bei einem Gartenfest kennenlernt. Doch dann treffen sie sich zufällig wieder, trinken zu viel, landen im Bett - und verfallen einander. So beginnt eine verhängnisvolle Affäre, die jahrelang vor den Ehepartnern geheim gehalten wird. Anfangs eine Beziehung voller Leidenschaft und Glück, hält langsam das Schweigen Einzug, Gewissensbisse, Vorwürfe, Schuld - ist es Liebe? Und darf man für diese Liebe das Seelenheil seines Kindes opfern?
Anne Enright ist für die schonungslose Unerbittlichkeit bekannt, mit der sie Beziehungslügen seziert - da reicht eine Geste, ein Blick, und schon ist klar: Die Liebenden steuern in den Abgrund der Alltagsnormalität. Mit Anatomie einer Affäre ist der Irin ein würdiger Nachfolger ihres preisgekrönten Romans Das Familientreffen gelungen: schockierend offen, scharfsinnig und von einer psychologischen Präzision, die kein Entrinnen zulässt.
Anne Enright, geboren 1962 in Dublin geboren. Arbeit als Schauspielerin und Fernsehproduzentin und lebt heute als Schriftstellerin und Literaturkritikerin im irischen Bray, County Wicklow. Veröffentlichungen (auch auf deutsch). Ausgezeichnet mit dem Rooney Literaturpreis.Hans-Christian Oeser, geboren 1950 in Wiesbaden, lebt als literarischer Übersetzer und Herausgeber in Dublin. Er übersetzte u. a. Werke von Christopher Nolan, Ian McEwan und John McGahern. Hans-Christian Oeser wurde mit dem Europäischen Übersetzerpreis "Aristeion" ausgezeichnet und 2010 mit dem «Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis».
(Vorgeschlagen von Anton Zanker)
Ausblick
Termine der Cafés 2012, immer Dienstags:
28. Februar
20. März
17. April
22. Mai
3. Juli
7. August
25. September (Hardy Ruoss)
23. Oktober
20. November
18. Dezember
Langzeit-Leseprojekte (Stand Januar 2012), Ergänzungen folgen
Charles Dickens: Grosse Erwartungen

Charles Dickens schönster und reifster Roman liegt nun in brillanter Neuübersetzung vor. Der Waisenjunge Pip erlernt das Handwerk des Schmieds, dann stiftet ihm ein unbekannter Wohltäter ein Vermögen, damit er sich in London zum Gentleman ausbilden kann. Es geht um Kindheit und Erwachsenwerden, um Arm und Reich, um Klug und Dumm, um Gut und Böse. Melanie Walz hat in ihrer Neuübersetzung den unverwechselbaren, leicht ironischen Ton Dickens' perfekt getroffen. Im Nachwort erklärt sie die Entstehungsgeschichte des Buches.
Charles Dickens (1812-1870), geboren in Landport bei Portsea, wuchs in Chatham bei London auf. Als er elf Jahre alt war, musste sein Vater wegen nicht eingelöster Schuldscheine ins Schuldgefängnis; seine Mutter folgte ihm mit Charles' Geschwistern dorthin. Charles, das zweitälteste Kind, musste währenddessen in einer Schuhwichsfabrik arbeiten. Erst als der Vater nach einigen Monaten entlassen wurde, besuchte Charles wieder eine Schule. Mit fünfzehn begann er in einem Rechtsanwaltsbüro als Gehilfe zu arbeiten, später wurde er Zeitungsreporter.
Seine schriftstellerische Karriere begann er mit seinen Skizzen des Londoner Alltagslebens. Anschliessend entstanden in rascher Folge die ersten Romane. Dickens wurde Herausgeber der liberalen Londoner Zeitung "Daily News", reiste in die USA und nach Italien und verfasste 1848/1849 "David Copperfield", der viel autobiographisches Material enthält.
Dickens' liebevolle Schilderungen menschlicher Schwächen, sein Kosmos skurriler und schrulliger englischer «Originale» und die satirische Anprangerung sozialer Missstände machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einem der beliebtesten Romanciers der Weltliteratur. Seine Bücher brachten ihm ausserdem beträchtlichen Wohlstand ein. Seit 1860 lebte er auf seinem Landsitz Gad's Hill Place in Kent, wo er im Alter von nur 58 Jahren an einem Schlaganfall starb.Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde 1999 mit dem Zuger Übersetzer-Stipendium und 2001 mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet. Sie ist die Übersetzerin von u. a. Antonia Byatt, John Cooper-Powys, Lawrence Norfolk. 2009 erhielt sie den Blue Metropolis Literary Grand Prix. (Vorgeschlagen von Ruth Gross)
Lew Tolstoi: Anna Karenina

Anna Karenina ist eine wundervolle junge Frau. Sie scheint alles zu besitzen, was glücklich macht. Dann tritt der glanzvolle Offizier Graf Wronskij in ihr Leben, und sie opfert alles: den Mann, den Sohn, sogar die Achtung der Gesellschaft, in der sie lebt. Doch ihre bedingungslose Liebe scheitert und führt zu Eifersucht, Hass und Verzweiflung. Die Tragödie einer Frau wird bei Tolstoi zum unerbittlichen Porträt der adligen Gesellschaft im Russland des 19. Jahrhunderts. Rosemarie Tietze, die ihre Übersetzungen immer wieder "zu einem Kunstwerk eigenen Ranges" (Begründung zum Voss-Preis) macht, hat dem Meisterwerk eine moderne Gestalt gegeben und es mit Nachwort und Kommentaren versehen.
Leo N. Tolstoi, geb. am 9. September 1828 in Jasnaja Poljana bei Tula, starb am 20. November 1910 in Astapowo, heute zur Oblast Lipezk an einer Lungenentzündung. Tolstoi entstammte einem russischen Adelsgeschlecht. Als er mit neun Jahren Vollwaise wurde, übernahm die Schwester seines Vaters die Vormundschaft. An der Universität Kasan begann er 1844 das Studium orientalischer Sprachen. Nach einem Wechsel zur juristischen Fakultät brach er das Studium 1847 ab, um zu versuchen, die Lage der 350 geerbten Leibeigenen im Stammgut der Familie in Jasnaja Poljana mit Landreformen zu verbessern. Er erlebte von 1851 an in der zaristischen Armee die Kämpfe im Kaukasus und nach Ausbruch des Krimkriegs 1854 den Stellungskrieg in der belagerten Festung Sewastopol. Die Berichte aus diesem Krieg (1855: Sewastopoler Erzählungen) machten ihn als Schriftsteller früh bekannt. Er bereiste aus pädagogischem Interesse 1857 und 1860/61 westeuropäische Länder und traf dort auf Künstler und Pädagogen. Nach der Rückkehr verstärkte er die reformpädagogischen Bestrebungen und richtete Dorfschulen nach dem Vorbild Rousseaus ein. Seit 1855 lebte er abwechselnd auf dem Gut Jasnaja Poljana, in Moskau, und in Sankt Petersburg. Im Jahre 1862 heiratete er die 18-jährige deutschstämmige Sofja Andrejewna Behrs, mit der er insgesamt 13 Kinder hatte. In den folgenden Jahren seiner Ehe schrieb er die monumentalen Romane Krieg und Frieden sowie Anna Karenina , die Tolstois literarischen Weltruhm begründeten. Tolstois lebenslange Suche nach der geeigneten Lebensform kulminierte 1910 darin, dass er seine Frau verliess, da diese nicht bereit war, sich von den gemeinsamen Besitztümern zu trennen. Er starb kurze Zeit darauf an einer Lungenentzündung.Rosemarie Tietze, geb. 1944 in Oberkirch, studierte Theaterwissenschaft, Slawistik und Germanistik und arbeitet als Übersetzerin, Dolmetscherin und Dozentin. 2010 wurde sie mit dem Paul-Celan-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. (Vorgeschlagen von Rotraut Hockamp)
Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten

«Die Wohlgesinnten» wurden von der Kritik als ein neues Krieg und Frieden gefeiert: die fiktiven Lebenserinnerungen des SS-Obersturmführers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, promovierter Jurist, frühes NSDAP-Mitglied, in die SS eingetreten, um sich der Strafverfolgung nach Paragraph 175 zu entziehen, aber lebenslang seiner Zwillingsschwester inzestuös verbunden. Es sind die verstörenden Erinnerungen an die Schauplätze des Zweiten Weltkriegs und an das Grauen der Verfolgung und Vernichtung der Juden von Juni 1941 bis April 1945, an die Einsatzkommandos und Massenhinrichtungen in der Ukraine und im Kaukasus, an Babi Jar, den Kessel von Stalingrad, Auschwitz und Krakau, an Mittelbau Dora, das besetzte Paris oder das kriegszerstörte Berlin. Es sind die beklemmenden Erinnerungen an all die Begegnungen mit den Nazigrössen, an Himmler, in dessen persönlichen Stab Aue 1943 aufgenommen wird, an Abendessen mit Eichmann, an Heydrich, Höss oder Speer. Es ist ein erschreckend detailgenauer Roman über die nazistischen Verbrechen, konsequent erzählt aus der Perspektive eines Täters, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg in die sichere Existenz eines Fabrikdirektors in Frankreich gerettet hat. «Es ist eines der eindrucksvollsten Bücher, die je über den Nazismus geschrieben wurden.»
Jonathan Littell, 1967 in New York geboren, in Frankreich aufgewachsen, Studium in Yale (USA). Zwischen 1993 und 2001 arbeitete er für die humanitäre Organisation "Aktion gegen den Hunger" (ACF) in Bosnien und Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien. Littell lebt mit seiner Familie in Barcelona. Für seinen Roman Die Wohlgesinnten (dt. 2008) erhielt er 2006 den Grand Prix du Roman der Académie Française und den prestige - trächtigsten französischen Literaturpreis Prix Goncourt. (Vorgeschlagen von Christoph Rast)
Wolfang Herrndorf: Sand

«Er ass und trank, bürstete seine Kleider ab, leerte den Sand aus seinen Taschen und überprüfte noch einmal die Innentasche des Blazers. Er wusch sich unter dem Tisch die Hände mit ein wenig Trinkwasser, goss den Rest über seine geplagten Füsse und schaute die Strasse entlang. Sandfarbene Kinder spielten mit einem sandfarbenen Fussball zwischen sandfarbenen Hütten. Dreck und zerlumpte Gestalten, und ihm fiel ein, wie gefährlich es im Grunde war, eine weisse, blonde, ortsunkundige Frau in einem Auto hierherzubestellen.»
Während in München Palästinenser des «Schwarzen September» das Olympische Dorf überfallen, geschehen in der Sahara mysteriöse Dinge. In einer Hippie-Kommune werden vier Menschen ermordet, ein Geldkoffer verschwindet, und ein unterbelichteter Kommissar versucht sich an der Aufklärung des Falles. Ein verwirrter Atomspion, eine platinblonde Amerikanerin, ein Mann ohne Gedächtnis Nordafrika 1972.
Ein mitreissender Agententhriller und noch viel mehr: ein literarisches Abenteuer, ein ausserordentlicher Roman.
Wolfgang Herrndorf, geboren 1965 in Hamburg, ist ein deutscher Schriftsteller, Maler und Illustrator. 2002 erschien sein Debütroman In Plüschgewittern . 2004 nahm er mit der Erzählung Diesseits des Van-Allen-Gürtels am Wettbewerb zum Ingeborg-Bachmann-Preis teil, wo er den Publikumspreis gewann. (Vorgeschlagen von von José Hammel)
In diesem Jahr haben wir gelesen und besprochen:
Januar
Morgan Callan Rogers: Rubinrotes Herz, eisblaue See

Ein Fischerdorf in Maine in den sechziger Jahren. Hier lebt die junge Florine geborgen bei ihren Eltern und Grosseltern bis ihre geliebte Mutter Carlie von einem Tag auf den anderen verschwindet. Auf einmal ist für Florine nichts mehr wie vorher, alle Nachforschungen führen ins Nichts, und die Frage, ob Carlie tot ist oder freiwillig ihr Zuhause verliess, wird Florine in den nächsten Jahren nicht mehr loslassen. Dass das Leben um sie herum weitergeht, empfindet sie als Zumutung: Ihr Vater nähert sich seiner Jugendliebe wieder an, ihre Grossmutter altert zusehends, und ihr bester Freund interessiert sich nur noch für seine neue Freundin. Anrührend und schlagfertig erzählt Florine vom Erwachsenwerden und davon, was es heisst, sich selbst treu zu bleiben.
Urteil: Nette, spannende Unterhaltung, war wohl ein Missgriff in die Bücherkiste…
Inka Parei: Die Kältezentrale

Berlin im Jahr 2006: Ein Mann hat in den achtziger Jahren im Gebäude des Neuen Deutschland als Handwerker gearbeitet und später die DDR verlassen. Eines Tages bekommt er einen Anruf von seiner früheren Frau. Sie wartet in einem Krankenhaus auf die exakte Diagnose ihrer Krebskrankheit. Um ihr zu helfen, reist er zurück in die Stadt und versucht, die Ereignisse einiger Tage Anfang Mai 1986 zu rekonstruieren. War ein aus der Ukraine kommender Lastwagen, mit dem sie in Berührung kam, verstrahlt? Und warum erscheint der Tod eines Kollegen, an dem er sich die Schuld gab, zweifelhafter denn je? Sind die Geschehnisse von damals der Grund dafür, dass er in dem Leben, das er bis vor Kurzem geführt hat, nie wirklich Fuss fassen konnte? Schnell beginnen die Tage in Berlin ihm zu entgleiten, werden zu einer verzweifelten Suche nach Orientierung angesichts eines nie verkrafteten Bruchs in seinem Leben.
Urteil: Konstrukt, überzeugte leider nur ganz wenige, «muss man 2x lesen um richtig zu begreifen» usw.
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